
Rad-(Tor-)Touren am Gardasee
Wie schon in den vorangegangenen Jahren verbanden die MTB-Kids des Radfahrverein Adler Buchloe auch dieses Jahr ihr Training mit dem Angenehmen und verbrachten eine knappe Woche im Radlerparadies am Gardasee.
Gleich nach der Ankunft am Mittag setzten sich die 6 Jugendlichen auf ihre Räder, denn nach Ansage war es ein Leichtes, über den Ponale-Paß auf die Malga Ciapa zu gelangen. Aber kaum hatten sie die Ponale-Straße hinter sich, galt es Anstiege von durchgängig 20% zu meistern. Und so bedurfte es einiger Motivationskünste ihres Jugendleiters Herbert Spengler, sie zwei Stunden lang bis zur Brotzeit am Passo Guil bei Laune zu halten. Nach weiteren drei Stunden über Passo di Bestana und Passo Nota hatten sie den letzten Tunnel des Bergmassivs am Tremalzo durchquert und fielen, kaum dass sie ihr Abendessen auf der Alm verdrückt hatten, in den wohlverdienten Schlaf. Auch am nächsten Tag schwieg sich der Reiseführer, an dessen Vorgaben die Truppe sich orientierte, galant über die ungewöhnliche Streckenführung mitsamt den daraus resultierenden Anstrengungen aus. So mussten die Biker auf dem Weg zum Valvestino-See wegen verschütteter Tunnel etwa den Monte Caplone mit geschultertem Rad überwinden. Glücklich zurück am Gardasee, ließen eine Riesen-Pizza und ein nagelneues Appartement in Torbole bald vergessen, dass sie erneut 1500 Höhenmeter erklommen, aber etwa 3500 fallende Höhenmeter größtenteils auf Teerstraßen vergeudet hatten. Und so saßen sie bereits am nächsten Tag erneut auf ihren Rädern und strampelten auf einer kaum befahrenen Autostraße auf den Monte Velo. Der Anaconda-Trail hinunter nach Nago machte seinem Namen alle Ehre und wand sich trotz teilweise steiler Passagen mit Geröll und Verblockungen auf Pfaden, die das Herz jeden Bikers höher schlagen lassen, hinunter nach Nago.
An Tag vier beluden die Biker die Seilbahn auf den Monte Baldo mit ihren Rädern und konnten so die Tour ausgeruht direkt an der Bergstation beginnen. Eine Umrundung des Bergmassivs stellte mit annähernd 1000 Höhenmetern, die es trotz Seilbahn zu erklimmen galt, an die Radler keine allzu großen Herausforderungen. Erst der Trail ins 1800 m tiefer gelegene Brenzone hielt Felsplatten und „Naturkopfsteinpflaster“ vom Feinsten parat. Aber auch dies wurde unfallfrei gemeistert, als Belohnung gönnten sie sich ein Bad im Gardasee bei Malcesine. Den krönenden Abschluss bildete am letzten Tag der Tremalzo-Downhill, ein absolutes Muss im Biker-Eldorado. Dieses Mal gingen ihn die Jung-Adler in der „richtigen“ Richtung an und spulten die Abfahrt über Pregasina hinunter nach Riva routiniert ab, ohne jedoch eine einzige Schotter- oder Geröllpassage auszulassen und das Material damit erneut aufs Äußerste zu fordern.
Bis auf zwei „Plattfüße“ und einen „Verbremser“, der glücklicherweise folgenlos blieb, waren keine Unfälle zu verzeichnen. Den Jugendlichen boten sich zwar teilweise anstrengende, aber überaus erlebnisreiche Tage, in denen sie bei herrlichem Wetter ihre Fertigkeiten unter Beweis stellten und auch neue Eindrücke gewannen.



