Bikeparadies Livigno

Die seit Jahren stattfindende, so genannte „Männertour“ führte die Mountainbiker des RV Adler Buchloe dieses Jahr nach Livigno. Von zwei Frauen verstärkt, unternahmen die Teilnehmer gleich nach der Ankunft die erste Tour. Waren die Anfangskilometer hoch ins Skigebiet Carosello mit kontinuierlich 15 % noch locker machbar, stellten sich die folgenden Rampen als schier unüberwindliche Herausforderung dar. Nach der Stärkung mit italienischer Pasta war letztlich auch der letzte Teil geschafft. Die Mühen wurden mit einem fantastischen Blick zum Ortlermassiv und der Bernina entlohnt. Die folgende Abfahrt am Bergsee Blesaccia durchs Valle di Federia ließ hinsichtlich Nervenkitzel und Vergnügen keine Wünsche offen.
Die Königsetappe stand am zweiten Tag auf dem Programm, gilt die Tour um den Passo Gallo doch zugleich als die schönste in der Region. Bei herrlichem Wetter starteten die Biker und bereits nach kurzem Einrollen stieg die Strecke zur Alpisella an. Vorbei an der Malga Trela ging es auf einem Singletrial wieder hinunter zum Lago di San Giacomo, bevor sich die Strecke sanft durchs Schweizer Val Mora schlängelte. Der Anstieg zum Passo Gallo hielt noch eine etwa halbstündige Schiebestrecke parat, jedoch entschädigte die folgende Abfahrt hinab zum Lago di Livigno mit traumhaften Ausblicken. Am See entlang und über den Passo di Fraele ging es Richtung Unterkunft. Davor mussten die 10 Radler jedoch ihre letzten Reserven mobilisieren um den 500 m höher gelegenen Passo di Val Trela zu erklimmen. Beim kleinen Örtchen Trepalle auf über 2000 m mündete die Tour in den Livigno Bikepark. Während einige dem drohenden Regen auf direktem Weg zum Hotel entgehen wollten, nahmen drei Unentwegte die etwa sechs Kilometer lange Downhill-Strecke unter die Stollen. Nach gut sieben Stunden Fahrzeit mit einer Distanz von 70 km und 1700 Höhenmetern gelangten alle unversehrt am Quartier an.
Der in der Nacht einsetzende Dauerregen machte die für den nächsten Tag geplante Tour über das Valle di Foscano zum Lago di Cancano zunichte, und so traten die Radler unverrichteter Dinge den Heimweg an.


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