
Die Drei Zinnen per MTB erkundet
Die mehrtägige Mountainbike - Tour des Radfahrverein Adler Buchloe hatte dieses Jahr die das Gebiet um die „Drei Zinnen“ in den Südtiroler Dolomiten zum Ziel. Und so starteten vier Mitglieder am späten Vormittag von Toblach aus hinauf zur Plätzwies. Bereits nach etwas mehr als zwei Stunden hatten sie – über Pragser Sattel und Ponticello - das 600 m höher gelegene Hochplateau erklommen. Nach einer kurzen Rast entschlossen sie sich, die eigentlich für den folgenden Tag geplante Etappe umgehend anzuhängen. Der Wiesenweg verengte sich rasch und so mussten sie die Räder durch eine Schlucht schieben und teilweise auch tragen, bevor wieder fahrbare Single-Trials das Herz höher schlagen ließen. Der nächste Anstieg erfolgte durch das Val Gotre über einen frisch angelegten, weichen Weg, der viel Energie forderte. Zwischendurch musste wegen dem Verlust einer Schraube am Pedal ein Schlosser aufgesucht werden.
Ab Frianes führte das GPS-Gerät die Biker über Geröllfelder in der Nähe von Cortina d’Ampezzo wieder in luftige Höhen, bevor sie total ausgelaugt und von einem Regenschauer durchnässt im Hotel am Misurina-See ankamen. Die etwas über 2100 Höhenmeter, verteilt auf 60 km, forderten ihren Tribut, und so verabschiedeten sich nach einem Abendessen alle ziemlich früh ins Bett. Am nächsten Morgen spiegelten sich die Drei Zinnen verführerisch im See und voller Tatendrang erklommen die Radler die Mautstraße zur Auronzo-Hütte. Eine regelrechte Autobahn führte hinüber zur Lavaredo-Hütte. Ab da ging es, das Fahrrad größtenteils am Arm, auf Bergpfaden hinauf zur Büllele-Joch-Hütte auf 2558 m. Nach einer kurzen Rast fuhren und schoben die Radler ihre Bikes durch Schneefelder hindurch zur Drei-Zinnen-Hütte. Die Strecke zurück ins Tal verlief erst auf Teer, bevor Markus Kolb, Josef Greiter, Schorre Böhner und Herbert Spengler sich abseits des Asphalts ihren (erlaubten) Weg suchten. Nach dem Ausklang am Ufer des Misurina-Sees war der letzte Tag angebrochen und die große Runde wurde mit dem Anstieg zur Plätzwiese abgeschlossen. Nach einem scheinbar unendlichen Downhill kamen die Biker am frühen Nachmittag unversehrt zu ihrem Auto zurück. Sie hatten lediglich einen „Platten“ und eine verlorene Schraube als Schaden zu vermelden, auf dem Tacho standen letztendlich 140 km und 4500 Höhenmeter.

