
Frühjahrstour Fratta Terme (17.04. - 23.04.)
Nach zwei eher kühleren Jahren in Folge wurden die 13 RVA Radler dieses Jahr wieder mit vorsommerlichen Temperaturen verwöhnt. Landschaftlich wunderschöne Strecken in der Emilia Romagna – gespickt mit manchmal nicht enden wollenden Steigungen verlangten den Adlern einiges ab. Insgesamt wurden 625 km bei 7000 Höhenmetern bewältigt. Nach den anstrengenden Touren konnten sich die Radler in der Hotel eigenen Therme von den Strapazen erholen, ehe der Abend mit kulinarischen Spezialitäten aus der Region ausklang.
Das Bild zeigt die Gruppe am Pantani Denkmal der Stadt Cesena.
1. Tag (17.04.)
Um 5 Uhr fuhren wir vom Vereinsheim in Lindenberg los. Da wir ohne Hänger unterwegs waren, kamen wir gut voran und waren um kurz vor 12 Uhr bereits in Fratta Terme. Leider hat erste Eindruck, den wir nach der Überquerung vom Brenner erhalten haben nicht bis zum Ziel angehalten. Nach anfänglichem Sonnenschein hat sich der Himmel zugezogen und wir sind bei Regen angekommen.
Um 15 Uhr - es hat zu regnen aufgehört und die Strasse war schon gut abgetrocknet - hat die Mehrzahl beschlossen eine kleine Runde zu drehen. Ohne große Vorbereitung (ohne Navi!!) fuhren wir los und haben damit schon am ersten Tag (für ein paar unfreiwillig) ein paar Höhenmeter in Angriff genommen. Über Méldola, Valdinoce fuhren wir auf den Piove di Rivoschio und über Voltre (dabei ging es 18% nach unten) nach Cusercoli. Von dort ging es auf der Hauptstrasse zurück nach Méldola und Fratta Terme.
2. Tag (18.04.)
Auch der Sonntag startete bewölkt, obwohl die Wettervorhersagen eigentlich schönstes Wetter in Aussicht gestellt hatten. Die Stimmung war daher etwas getrübt, aber zu unser aller Erleichterung hat sich die Bewölkung verzogen und der blaue Himmel kam zum Vorschein. Das sollte bis einschließlich Donnerstag anhalten.
Nach der gestrige ersten Bergetappe nahmen wir am Sonntag die Flachetappe nach Ravenna in Angriff.
3. Tag (19.04.)
An diesem Tag haben wir die Königsetappe mit ca. 2400 Höhenmetern in Angriff genommen. Die Tour war sehr anstrengend, hat aber allen Teilnehmern sehr gut gefallen. Nach dem Anstieg zum Monte Cavallo (sehr kleine Strasse mit super Fernsicht) kamen wir in Borello an. Vorbei an der Inschrift zum Gedenken an Marco Pantani (un vero pirata non morre mai) fuhren wir auf der Hauptstrasse nach Mercato. Von dort war der Barbotto zu erklimmen. Erinnerungen ans letzte Jahr kamen auf, als der Anstieg im Regen bewältigt werden musste. Davon wurden wir dieses Jahr verschont. Ganz im Gegenteil: Wir konnten San Leo und San Marino sehen. Nach der wohlverdienten Mittagspause ging weiter nach Pericara, dann folgte der Anstieg nach S. Agata Féltria. Auf dem Weg dorthin haben wir den höchsten Punkt der Tour mit 800 hm überquert. Die tolle Abfahrt nach Sarsina entlohnte für die bisherigen Strapazen bevor es dann (auf einem für uns neuen Weg) zum Ciola wieder anstieg. Nach der Abfahrt vom Ciola blieb nicht viel Zeit zum Verschnaufen, ehe es über S. Romano wieder zum Piove di Rivoschio anstieg. Alle waren froh als der letzte Anstieg geschafft war und wir auf dem letzten Teil der Etappe nach "Hause" rollten.
4. Tag (20.04.)
Da wir letztes Jahr die Etappe nach Imola nicht geschafft haben, hat unser Josef die Tour überarbeitet und den ersten Teil (in den Hügeln) entschärft. Die Tour war super, aber wir haben die Runde auch dieses Jahr nicht vollendet. Ein Teil von uns wollte an einer Weinprobe teilnehmen, so dass wir zeitlich etwas eingeschränkt waren.
Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch und nach der gestrigen Tour war es vollkommen ausreichend. Erwähnenswert ist noch die Einkehr in einer Pizzeria. Wir wurden sehr freundlich empfangen und der Wirt gab zwei Flaschen Wein aus. Aber letztendlich wurden wir abgezockt, weil wir für die andere Getränke (Bier, Cola und Wasser) so viel zahlten.
5. Tag (21.04.)
Vier von uns legten einen Ruhetag ein und schlossen auf einem Spaziergang Freundschaft mit einem Bernhardiner.
Der Rest fuhr über Méldola nach Predappio. Auf einer kleinen Strasse ging es weiter ins Hinterland hinein, ehe es nach Galeata anstieg. In der nächsten Ortschaft (Civitella) stand der nächste Anstieg an. Und der hatte es in sich, den es ging einige Kilometer immer wieder mit mehreren bis zu 18% steilen Rampen nach oben. Oben angekommen zollten uns entgegenkommende Italiener Ihren Respekt über unsere Leistung. Nach einem kurzen Stopp in einem Bergdorf, wo wir unsere Wasservorräte auffüllten, mussten wir feststellen, dass wir noch nicht "oben" waren. Aber letztendlich hatte auch dieser Anstieg irgendwann verloren und wir konnten einen wunderschönen Rundumblick genießen. Nach einer Einkehr (mit den obligatorischen Nudeln) fuhren wir über Piove di Rivoschio nach S. Romano ab (das war der Anstieg, den wir am dritten Tag als letzten zu bewältigen hatten). Bei der Abfahrt merkte man auch ganz deutlich wie steil der Anstieg war. In rasanter Fahrt ging es dann nach Borello und dann quer über die Hügel zurück nach Fratta Terme.
6. Tag (22.04.)
7. Tag (23.04.)
Es regnete schon am Morgen, so dass es keine Diskussionen gab, ob man nochmals aufs Rad steigt oder nicht. So beobachteten wir nach dem Frühstück wie die anderen Gruppen (eine aus der Schweiz und eine aus München) nach und nach abreisten. Es dauerte bis 10 Uhr bis wir selbst überlegten, ob wir auch abreisen sollten. Da die Aussichten (und auch die Lust) heute noch Fahrrad zu fahren immer geringer wurden, aber andererseits die Wetteraussichten für Samstag zu Hause sehr gut waren, entschlossen wir uns zur Abreise.
Eine überaus gelungene Veranstaltung näherte sich damit Ihrem Ende. Allen Teilnehmern war die Begeisterung über das Erlebte anzusehen. Vielen Dank an den Verein, den Organisatoren im Vorfeld und allen Teilnehmern für das harmonische Zusammensein.









